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TSMC-Fabrik in Arizona mit moderner Halbleiterfertigung.

TSMC’s Chip-Produktion in Arizona übertrifft die von Taiwan – Erfolg für US-Strategie

Früher Produktionserfolg stärkt US-Halbleiterindustrie

Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) hat einen wichtigen Produktionsmeilenstein in seiner Anlage in Arizona erreicht: Die Chip-Erträge übertreffen die vergleichbarer Werke in Taiwan. Dieser Durchbruch signalisiert Fortschritte für ein US-Expansionsprojekt, das ursprünglich durch Arbeitskräftemangel und Bauprobleme verzögert wurde. Laut Rick Cassidy, Präsident von TSMC’s US-Division, liegt die Ertragsrate der Anlage in Phoenix etwa 4 Prozentpunkte höher als die der Werke in Taiwan, was den operativen Erfolg des Standorts widerspiegelt.

Dieser Fortschritt stellt eine positive Entwicklung für die Bemühungen der USA dar, die heimische Halbleiterproduktion unter der Biden-Administration zu revitalisieren. TSMC könnte 6,6 Milliarden Dollar an Zuschüssen, 5 Milliarden Dollar an Darlehen und 25% Steuergutschriften im Rahmen des 2022 erlassenen Chips and Science Act erhalten, um drei Anlagen in Arizona zu bauen. Diese Anreize sind jedoch noch nicht endgültig verabschiedet.

Bewältigung anfänglicher Rückschläge und Pläne zur Expansion

Überwindung von Arbeits- und Sicherheitsherausforderungen

Die Anlage in Arizona ist TSMC’s erster großer Vorstoß in die US-Chip-Produktion, doch der Weg war nicht einfach. Das Unternehmen hatte zunächst mit einem Mangel an Fachkräften und Sicherheitsproblemen zu kämpfen, was zu Verzögerungen bei der Installation von Ausrüstung und der Zeitplanung des Projekts führte. Ursprünglich sollte die volle Produktion 2024 starten, doch der Start der ersten Anlage wurde auf 2025 verschoben. Trotz dieser Rückschläge begann die Anlage im April mit der Produktion von Wafern für Engineering-Zwecke unter Einsatz der 4-Nanometer-Prozesstechnologie, die laut CEO C.C. Wei eine „sehr zufriedenstellende“ Ertragsrate erzielte.

Der jüngste Erfolg könnte den Weg für eine weitere Expansion ebnen, da TSMC erwägt, mehr Werke im Phoenix-Komplex zu errichten, vorausgesetzt, die staatliche Unterstützung bleibt bestehen. Cassidy deutete auf Gespräche in Washington über ein mögliches zweites Chips-Gesetz hin, das die Entwicklung von bis zu sechs Werken am Standort erleichtern könnte.

Der breitere Trend: US-Bemühungen zur Sicherung der Halbleiter-Lieferketten

Der Fortschritt von TSMC in Arizona passt zu einem breiteren Bestreben, die US-Halbleiter-Lieferketten zu stärken – eine strategische Maßnahme angesichts wachsender geopolitischer Spannungen und Störungen in den Lieferketten. Während andere Unternehmen wie Intel und Samsung auf Schwierigkeiten gestoßen sind, unterstreicht TSMC’s Erfolg in Arizona die Bedeutung staatlicher Anreize und lokaler Investitionen, um die Abhängigkeit von ausländischer Produktion zu verringern. Dieser Wandel spiegelt den zunehmenden Fokus auf technologische Eigenständigkeit und die Notwendigkeit robuster, heimischer Produktionskapazitäten wider.

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